Digitale Resilienz in mannigfaltigen Krisen

Im Juli lud das Kompetenzzentrum Öffentliche IT (ÖFIT) zum Experten-Austausch ein, um in einer interdisziplinären Runde von Teilnehmenden aus Zivilgesellschaft, Verwaltung und Wissenschaft die Frage in den Mittelpunkt zu stellen, was resiliente Digitalität in der öffentlichen Verwaltung bedeuten kann.

Gesellschaftliche Resilienz ist in Zeiten mannigfaltiger Krisen von höchster Priorität. Doch wie können die Potenziale der Digitalisierung ein widerstandsfähiges Gemeinwesen befördern? Inwieweit lässt sich das Konzept der Daseinsvorsorge auf digitale Schlüsseltechnologien ausweiten? Welche Fähigkeiten und Maßnahmen braucht es, um mit den durch die Digitalisierung ausgelösten neuen Brandherden wie Desinformation, dem Risiko digitaler Spaltungen oder digitalen Burnouts umzugehen?

Jana Plomin, Psychologin am Open User Lab, verwies auf Querbezüge zum psychologischen Konstrukt „Resilienz“. Sie argumentierte, dass bei der Debatte um digitale Resilienz, insbesondere durch den menschzentrierten Ansatz, eine zu starke Verlagerung der Verantwortlichkeit auf die Bürger:innen, zum Schutze derer, verhindert werden muss. Einig waren sich die Expert:innen der verschiedenen Fachperspektiven, dass es für die öffentliche Verwaltung entscheidend sein wird, von dem passiven Zustand der Krisenreaktion in einen proaktiven Modus der Resilienz zu gelangen, um weiterhin widerstands- und handlungsfähig zu bleiben.

Mehr Informationen finden Sie auf der Website des Kompetenzzentrums Öffentliche IT.